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Google im Visier

Niels Gründel
Daniel Brandt, Gründer der Organisation Google-watch.org, hat die weltgrößte Suchmaschine bereits seit Jahren im Visier und wettert vor allem gegen ihre Kommerzialisierung. Was kaum einer weiß: Google gibt es inzwischen sogar werbefrei.

Google-Watch präsentiert einige Dinge, die einen durchaus nachdenklich stimmen (sollten). Immerhin besitzt Google einen Marktanteil von gut 75 % und ist damit unbestritten die Nummer eins und damit quasi der König über das Internet: Google lenkt den wesentlichen Teil der Suchanfragen im Internet und bestimmt somit ganz erheblich, welche Internetseiten gefunden werden und vor allem, welche nicht.

Daniel Brandt und seine Beobachter prangern so beispielsweise den inzwischen zu einiger Publizität gekommenen Vorwurf willfähriger Zensur in China an.
Ursprünglich hatte der chinesische Regierungsapparat tausende von Internetseiten gesperrt, darunter auch Google. Der Grund: Google nutzte für alle Länder denselben Suchalgorithmus und zeigte für alle Menschen die besten Ergebnisse an. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert, denn wenn Chinesen heute auf Google zurückgreifen, bekommen sie nur noch die Informationen angeboten, die nicht auf der schwarzen Liste der Kommunistischen Partei (KP) stehen. Google leugnet den Vorwurf der Zensur zwar hartnäckig, allerdings kann der Suchmaschinenbetreiber kaum von sich aus wissen, welche Seiten der KP unangenehm sind. Der große verlockende Markt wird der Grund für das unangenehme Zugeständnis sein, sich das Wohlwollen der Partei zu erkaufen (Yahoo und andere große Anbietern verhalten sich übrigens nicht besser). Einen unangenehmen Beigeschmack hat eine derartige Geschäftspraxis auch bei einer Suche, die man hier zu Lande auslöst.

Kaum ein Wunder, dass auch Yahoo nicht die Suchmaschine ist, die das uneingeschränkte Vertrauen der Google-Watcher genießt. Ohnehin sind sie der Auffassung, dass tausende von Programmierern in der Lage seien, eine gute Suchmaschine zu entwickeln - was durch die Anzahl vieler Hundert verschiedener Suchmaschinen bewiesen sein dürfte (Teoma und AskJeeves sind dabei die technologischen Favoriten von Daniel Brandt und seinen Mitstreitern). Das Problem liegt eher in der finanziellen Stärke, die ein Betreiber benötigt, um das Internet dauerhaft aktuell über den eigenen Suchindex anbieten zu können. Und das sind nur wenige.

So wenige, dass sich Google aufgrund der erreichten Marktstellung auch nur wenig um Dinge wie Datenschutz kümmern muss - „big brother is watching you“: Endlos-Cookies, IP-Nummern-basierte Speicherung der Suchanfragen, Speicherung auf Zeit - Google als Zeitbombe für das Privatleben, mit Daten, nach denen sich auch zahlreiche Geheimdienste die Finger lecken würden - so sieht Google-Watch den namensgebenden Marktführer.



Werbefreies Google-Angebot


Wer werbefrei unterwegs sein möchte und zugleich die eigene Privatsphäre schützen will, aber nicht auf Google verzichten kann, sollte auf Scroogle zurückgreifen.
Scroogle ist ein von Daniel Brandt initiierter Service mit dessen Hilfe eine Google-Suche werbefrei und ohne Personalisierungsabsichten ausgeführt werden kann. Den von Scroogle verwendeten Linux-basierten Quellcode, den „Scroogle Scraper Source Code“, bietet Google-Watch allen Internetnutzern kostenlos an.
Im Web gibt es die Suchmöglichkeit natürlich auch. Und wer beispielsweise nach einem Trennschleifer von Makita sucht („makita trennschleifer“), dem werden immerhin zehn Textanzeigen erspart. Leiden aber muss man unter dem Suchmaschinen-Spam mit beiden Suchmaschinen: Vor allem Internetauktionen müllen die Ergebnisseiten zu.

Es ist also gleich doppelt Zeit, sich nach einer neuen Suchmaschine umzuschauen.

24.1.2005






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